Darin waren sich die fünf Frauen der deutsch/österreichischen Textilkunstgruppe „quinTEXsenz“ einig: Das neue, gemeinsame Projekt stellte eine echte Herausforderung dar. Es galt, unter diesem Leitgedanken Arbeiten zu fertigen, die die unterschiedlichen Auffassungen des Themas zeigten. Die Objekte sollten jeweils 5 m in der Breite ergeben Für Barbara Blattl ergab sich bei der Beschäftigung mit dem Entwurf ein kompletter Richtungswechsel in ihrer Arbeit. Ihre bisher vorwiegend figürlichen Motive lösten sich in totale Abstraktion auf. Renate Dehrberg beschäftigte sich mit der Möglichkeit, etwas für sie Typisches zu integrieren: Sie fügte Leporelloseiten zu Streifen zusammen und verband diese mit schmalen Quilts zum Gesamtwerk. Für Greti Raffeiner war es wichtig, Charakteristika zu Ihrer Person und zu ihrer vielfältigen künstlerischen bzw. quilterischen  Entwicklung einzubringen. Bibi Überlackner setzte virtuos ihre meisterlichen Fähigkeiten im Maschinensticken ein und blieb diesmal farblich ungewohnt reduziert. Margareta Wackerle stellt anhand der Frauen-Generationen in ihrer Familie, die Entwicklung von der Kindheit bis zum Alter in den Mittelpunkt ihrer Arbeit, wobei sie selbst im Zentrum steht. Parallel zur Arbeit führte jede Künstlerin ein Werktagebuch, um von der Überlegung zum Entwurf und letztendlich zur Ausführung Einblicke und Anregungen zu bieten. Dieses Werkbuch ist gleichzeitig mit der ersten Präsentation der insgesamt 25 Laufmeter erschienen. Ausstellung: Patchworktage in Dortmund vom 13. bis 16. Mai 2010 in der Westfalenhalle